Mit dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft steigt bei Millionen Menschen weltweit die Vorfreude: Gemeinsam schauen, mitfiebern, jubeln. Auch die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe drückt der deutschen Mannschaft die Daumen – und behält in diesem Jahr noch ein weiteres Team besonders im Blick: den Senegal. Denn mit dem westafrikanischen Land verbindet die DAHW nicht nur eine langjährige Projektarbeit, sondern auch eine Geschichte, die zeigt, welche Kraft im Fußball steckt.
Für viele ist Fußball Leidenschaft, für manche ein Stück Alltag – und für andere ein Wendepunkt im Leben. Die Geschichte von Serigne Ndiaye aus dem Senegal gehört dazu. Schon als Kind infizierte sich Serigne mit Lepra. Erste Symptome traten mit etwa zehn Jahren auf – doch jahrelang blieb die Krankheit unbehandelt. Erst ein aufmerksamer Lehrer erkannte die Anzeichen und schickte ihn ins Krankenhaus. Die Diagnose war ein Schock. Lepra ist bis heute mit Stigmatisierung verbunden, auch im Senegal.
Zurück ins Leben – zurück auf den Fußballplatz
Serigne ließ sich davon nicht aufhalten. Er nahm den weiten Weg zur Behandlung auf sich, kämpfte sich zurück ins Leben – und zurück auf den Fußballplatz. Heute lebt er in Dakar, arbeitet als Lehrer und kickt in seiner Freizeit mit Freunden. Der Fußball ist geblieben – als Kraftquelle, als Gemeinschaft, als Stück Normalität.
Die Spuren der Krankheit sind jedoch bis heute sichtbar: Wenn Serigne sich vor dem Spiel die Schuhe schnürt, erkennt man die Veränderungen an seinen Händen. Sie erinnern an das, was er durchgemacht hat – doch die Krankheit selbst ist überwunden.
Fußball verbindet – von Würzburg bis Dakar
Gerade jetzt, während der Fußball-Weltmeisterschaft, zeigt diese Geschichte, was Sport bewirken kann: Er verbindet Menschen über Grenzen hinweg – und gibt Hoffnung.
Die DAHW begleitet seit Jahrzehnten Menschen wie Serigne auf ihrem Weg. Gemeinsam mit lokalen Partnern sorgen wir dafür, dass Lepra früh erkannt, behandelt und ihre Folgen gemildert oder im besten Fall verhindert werden können. Auch deshalb drücken wir als DAHW dem Senegal bei der Weltmeisterschaft besonders die Daumen und fiebert mit – mit der Mannschaft, aber vor allem mit ihren Fans wie unserem Freund Serigne.
Gemeinsam mitfiebern – und gemeinsam etwas bewegen
Die Fußball-Weltmeisterschaft bringt Menschen zusammen – im Stadion, vor dem Fernseher oder beim gemeinsamen Public Viewing. Wer diese Begeisterung nutzen möchte, um Gutes zu tun, kann ganz einfach selbst aktiv werden: Ob Tippgemeinschaft, gemeinsame Fußballabende oder eine kleine Spende für jedes Tor – kreative Ideen gibt es viele, um Sport und Solidarität zu verbinden.
Mit einer eigenen Spendenaktion können Unterstützende mit wenigen Klicks eine eigene Aktion ins Leben rufen und Menschen in den Projektländern der DAHW unterstützen. Wir sagen schon jetzt DANKE für Ihre Unterstützung!
Nicht jeder Sieg wird auf dem Platz entschieden – die größten Gewinne passieren oft abseits des Spielfelds. Wir wünschen eine schöne Fußball-WM!
Gemeinsam können wir Ausgrenzung überwinden und Gesundheit für alle möglich machen.