Tückisch und schwer zu erkennen:
Buruli beginnt meist mit schmerzlosen Knoten unter der Haut, vor allem an Armen und Beinen. Erst spät entstehen großflächige, offene Geschwüre. Aufgrund der fehlenden Schmerzen, aber auch durch Stigmatisierung, suchen viele Betroffene erst spät medizinische Hilfe. Der genaue Ansteckungsweg ist bis heute ungeklärt. Man vermutet, dass Insekten in Gewässernähe eine Rolle spielen, da viele Erkrankte dort leben oder arbeiten.
Diagnose und Behandlung
Die WHO besteht auf die Diagnose mittels der Polymerasekettenreaktion (einer Labor-basierten Technik). 90% aller Fälle in einem Land sollen mittels PCR bestätigt werden. Behandelt wird Buruli mit einer Kombination aus Antibiotika über acht Wochen, ergänzt durch Wundpflege und teils chirurgische Eingriffe. Unbehandelt drohen bleibende Schäden wie Bewegungseinschränkungen oder Verformungen.
Heilung möglich – Forschung dringend nötig:
Buruli ist heilbar, doch die Behandlung ist langwierig und oft mit Nebenwirkungen verbunden. Besonders betroffen sind Kinder unter 15 Jahren. Über 90 % der Fälle werden nach wie vor in afrikanischen Ländern registriert – vor allem in West- und Zentralafrika. Bis heute gibt es weder eine Impfung noch eine gesicherte Vorbeugung. Um effektive Diagnose-, Behandlungs- und Schutzmaßnahmen zu entwickeln, ist weitere Forschung dringend erforderlich.
Wird Buruli Ulcer in einem frühen Stadium entdeckt, kann man die Krankheit gut behandeln und das Risiko für Folgeerscheinungen ist sehr gering. Daher setzt sich die DAHW seit vielen Jahren dafür ein, Gemeinden über Buruli Ulcer aufzuklären, Gesundheitspersonal zu schulen und darin zu unterstützen, die betroffenen Menschen auch in abgelegenen Regionen frühzeitig zu finden, zu diagnostizieren und zu behandeln. Die DAHW kooperiert mit der WHO, mit den nationalen Gesundheitsministerien, mit Universitäten als auch mit verschiedenen Partnern, um wichtige Lücken in der Versorgung und Kontrolle zu schließen und gleichzeitig durch aktive Forschung die Eindämmung der Krankheit weiter voranzutreiben.
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