Prävention und Behandlung
Wie bei anderen Wurmerkrankungen gibt es bei der LF die Möglichkeit der vorbeugenden (präventiven) Behandlung. Durch einmalige Gabe von zwei Medikamenten kann die Krankheitslast in der Gemeinde deutlich reduziert werden (die Erkrankung wird frühzeitig in den Neuinfizierten eliminiert, die Mücken werden beim Stechen nicht mehr mit den Würmern infiziert und können damit die Erkrankung auch nicht mehr übertragen).
Bei Patienten mit chronischer LF ist eine längere medikamentöse Therapie (3-6 Wochen) mit verschiedenen Präparaten erforderlich. Darunter kommt es manchmal zu einer Abschwellung der Ödeme, in vielen Fällen aber bleibt die Schwellung erhalten. Eine dauerhafte Pflege- (Kompression, Lymphdrainage, Hochlagerung der betroffenen Extremität, regelmäßiges Waschen und Einreiben der betroffenen Extremität, Tragen von passendem Schuhwerk etc.) und Inspektion der betroffenen Körperteile ist für die Prävention von Komplikationen in diesen Fällen unerlässlich. Bei der Hydrocele (Schwellung des Hodens) ist ein chirurgischer Eingriff das Mittel der Wahl.
Was passiert ohne Behandlung?
Ohne Behandlung schreitet die Erkrankung stetig fort: Die betroffenen Körperstellen schwellen zunehmend an, was zu starken Schmerzen und in schweren Fällen zur vollständigen Bewegungsunfähigkeit führen kann. Gleichzeitig steigt das Risiko für Hautverletzungen und infizierte Wunden. Besonders gefürchtet sind sogenannte Wundrosen (Erysipel) – bakterielle Entzündungen, die ohne rechtzeitige antibiotische Therapie lebensbedrohlich sein können. Wie auch bei Lepra sind Menschen mit ausgeprägten, sichtbaren Lymphödemen häufig von sozialer Ausgrenzung und Stigmatisierung betroffen.
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