Mit unserem Jahresbericht informieren wir unsere Spender:innen, Förderer, Kooperations- und Netzwerkpartner, Stiftungen, Vereinsmitglieder, Mitarbeiter:innen und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig umfassend über unsere weltweiten Aktivitäten und Projekte, die Mittelverwendung, die Struktur und die langfristigen Ziele unserer Organisation.

Würzburg, 10.07.2025: Krisen, Konflikte und zunehmende globale Instabilitäten haben im Jahr 2024 die internationale Entwicklungszusammenarbeit erschwert. Das zeigt der Jahresbericht der DAHW, der heute erschienen ist. Bereits bestehende Konflikte wie im Sudan, Jemen und der Ukraine sowie deren geopolitische Auswirkungen hatten ganz konkrete Folgen für unsere Projektlandschaft in Ländern des Globalen Südens.
So musste das DAHW-Engagement im Sudan wegen des Bürgerkriegs dort vorläufig eingestellt werden. In Afghanistan hingegen, einem besonders vulnerablen Land mit unzähligen Herausforderungen im medizinischen Bereich, wurde die Arbeit intensiviert. Auch indirekte Folgen globaler Krisenherde, etwa die steigenden Inflationsraten und Lebenshaltungskosten in vielen Ländern, beeinflussten unsere Arbeit. Zudem deutete sich Ende 2024 nach den US-Wahlen bereits an, was sich kurz darauf bewahrheitete: der weitgehende Ausstieg der USA aus der internationalen Entwicklungszusammenarbeit mit Zerschlagung der zuständigen Behörde USAID. Von der dadurch entstandenen massiven Finanzierungslücke sind auch Tuberkuloseprogramme betroffen.
„Umso wichtiger ist in diesen Zeiten unsere Arbeit in genau den Regionen der Welt, die ohnehin benachteiligt und so doppelt betroffen sind“, heißt es vom DAHW-Vorstand, Joachim Beringer und Patrick Georg. „Mit unseren qualifizierten und engagierten Teams vor Ort und in enger Zusammenarbeit mit starken Netzwerken können wir dazu beitragen, Lücken zu schließen.“
Und es gibt auch große Fortschritte, gerade im Bereich Lepra: In Togo etwa könnte die Übertragung dieser Krankheit schon in den kommenden Jahren unterbrochen werden – das heißt, es gibt dann keine Neuansteckungen mehr. „Ich bin sehr optimistisch“, sagt der DAHW-Büroleiter in Togo, Denis Gadah. Auch in den Bereichen Forschung, Humanitäre Hilfe und Advocacy konnte die DAHW – im Verbund mit starken Partnern – Fortschritte erzielen.
„Die DAHW arbeitet stets im Sinne der globalen Gerechtigkeit und Solidarität“, so die Vorstände. „In diesen Zeiten sind gemeinsame Anstrengungen wichtiger denn je: Es gilt, vernachlässigten Erkrankungen wie Lepra und Tuberkulose entschieden entgegenzutreten und nicht zuzulassen, dass sie sich aufgrund von Krisen, Konflikten und fragilen Gesundheitssystemen wieder vermehrt ausbreiten.“
Wie genau die DAHW daran arbeitet, entstandene Lücken zu füllen und vernachlässigte Krankheiten weiter einzudämmen, erfahren Sie im aktuellen Jahresbericht – mit Einordnungen unserer Expert:innen sowie zahlreichen weiterführenden Online-Inhalten: zum Beispiel Videobotschaften unserer Repräsentanten in den Projektregionen, ausführliche Interviews mit Expert:innen aus Togo, Indien und Pakistan, Einblicke in ein Lepra-Screening im Senegal oder die Möglichkeit, online in die Geschichte der Lepra in Deutschland einzutauchen. Zudem gibt es auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, sich den Jahresbericht komplett vorlesen zu lassen – den Link zur Audio-Version finden Sie ebenfalls im Heft.
Gemeinsam können wir Ausgrenzung überwinden und Gesundheit für alle möglich machen.