Lepra gibt es noch. Weltweit erkranken jedes Jahr rund 200.000 Menschen neu daran, und Millionen leben mit den Folgen. Die größte Herausforderung ist nicht die Heilung, denn Lepra ist heute bei frühzeitiger Diagnose gut behandelbar – sondern das Stigma. Darauf macht die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe mit einer besonderen Fotoausstellung im Würzburger Rathaus aufmerksam. Vom 07. Januar bis 31. Januar 2026 sind in den Fluren des Rathauses im Erdgeschoss und 1. Stockwerk eindrucksvolle Fotografien aus Afrika und Asien zu sehen, die Geschichten von Mut, Wandel, Heilung und Hoffnung erzählen.
Die Bilder stammen von den Fotografen Mario Schmitt (Würzburg), Christian Männer (Altertheim) und Toby Nwafor (Nigeria). Sie haben die Arbeit der DAHW in Projektländern begleitet und zeigen nicht nur medizinische Realität, sondern stets die Menschen, die trotz Ausgrenzung und Diskriminierung ihren Weg gehen. Die Ausstellung beleuchtet die Rolle von Selbstvertretungsorganisationen, die sich für Teilhabe und gegen Diskriminierung einsetzen, und macht deutlich: Heilung ist möglich – aber gesellschaftliche Vorurteile bleiben oft bestehen.
„Lepra ist heilbar – die eigentliche Herausforderung ist das Stigma (Leprosy is curable. The real challenge is stigma)“ – so lautet das Motto des diesjährigen Welt-Lepra-Tages, der am 25. Januar weltweit die Aufmerksamkeit auf die Krankheit Lepra und betroffene Menschen legt. Auch die Ausstellung „Lichtblicke“ lädt dazu ein, hinzusehen, Fragen zu stellen und gemeinsam ein Zeichen gegen Ausgrenzung zu setzen.
Begleitprogramm:
Am Sonntag, 25. Januar um 10:30 Uhr und am Donnerstag, 29. Januar um 15:30 Uhr findet jeweils ein historischer Spaziergang unter dem Titel „Auf den Spuren der Lepra in Würzburg“ statt. Die DAHW führt darin zu Orten wie ehemaligen Leprosarien, die von der Geschichte der Krankheit in der Region erzählen. Die Tour startet an der Adalbero-Kirche. Anmeldung erbeten unter www.lepra-beenden.de
Am Dienstag, 27. Januar um 18 Uhr findet zudem ein Online-Event statt: „Aus erster Hand: Wie Lepra-Betroffene in Indien ihre Rechte selbst in die Hand nehmen“. Auch hierzu lädt die DAHW herzlich ein. Infos und Anmeldung unter www.lepra-beenden.de
Besuchszeiten:
Die Ausstellung ist während der regulären Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich.
Mo – Do, 8 bis 18 Uhr, Fr, 8 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Gemeinsam können wir Ausgrenzung überwinden und Gesundheit für alle möglich machen.