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Seit 1959 ist die DAHW in Tansania aktiv und unterstützt den Kampf gegen Lepra, Tuberkulose und vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs) wie Schistosomiasis. Bereits 1977 wurde gemeinsam mit der Regierung ein kombiniertes Lepra- und TB-Kontrollprogramm aufgebaut, das bis heute landesweit wirkt. Die DAHW unterstützt die nationale Lepra-Arbeit durch Früherkennung, Kontaktmanagement und Prophylaxe – stets im Sinne der globalen Vision einer Welt ohne Lepra. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort arbeiten wir daran, die Versorgung zu verbessern, Übertragungen zu unterbrechen und Betroffene nachhaltig zu stärken. Ein besonderer Fokus liegt derzeit auf der Region Morogoro, wo wir mit der Anwendung einer medikamentösen Prophylaxe (SDR-PEP) einen wichtigen Schritt in Richtung Lepra-Eliminierung gehen.
Zudem fördert ein groß angelegtes Projekt die Gleichstellung der Geschlechter und die Lebensgrundlagen von Menschen, die von Lepra, NTDs oder Behinderungen betroffen sind – insbesondere Frauen und Kinder. Auch in der Tuberkulose-Bekämpfung setzt die DAHW auf innovative Ansätze: Freiwillige aus Gemeinden betreiben TB-Diagnosestationen (TRAPs), um Lücken in der Diagnose und Behandlung zu schließen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bekämpfung von Schistosomiasis auf der Insel Ukerewe im Viktoriasee. Dank umfassender Maßnahmen – von regelmäßigen Behandlungen über WASH-Initiativen bis zur Ausstattung eines Krankenhauses mit lebensrettender Endoskopie – konnte die Versorgung deutlich verbessert werden. Doch um den Infektionszyklus dauerhaft zu durchbrechen, braucht es mehr staatliche Unterstützung und einen langen Atem. Die DAHW setzt sich daher auch auf politischer Ebene für nachhaltige Gesundheitsstrukturen ein.
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