29.06.2026

Neuer Vorstand im Deutschen Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten – DAHW bringt Perspektive aus der Projektarbeit ein

Vernachlässigte Tropenkrankheiten sind weltweit ein Problem. Foto: Mario Schmitt / DAHW
Würzburg/Berlin, 25. Juni 2026 – Das Deutsche Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (DNTDs) hat einen neuen Vorstand gewählt. Auch die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) ist im Netzwerk nun noch aktiver vertreten: Ihr Global-Health-Experte Anil Fastenau wurde neu in das Gremium gewählt.

Vernachlässigte Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases, NTDs) zu denen laut WHO Definition auch die Lepra gehört, betreffen weltweit rund 1,7 Milliarden Menschen – und gehören damit zu den größten ungelösten globalen Gesundheitsproblemen. Sie treten vor allem dort auf, wo Armut, mangelnder Zugang zu sauberem Wasser, fehlende Gesundheitsversorgung und unzureichende Hygienebedingungen den Alltag prägen. Für viele Betroffene bedeuten diese Krankheiten ein Leben mit Schmerzen, Behinderungen und sozialer Ausgrenzung. Hinter den Zahlen stehen Menschen, deren Lebensrealität sich durch die Erkrankung oft grundlegend verändert – körperlich, sozial und wirtschaftlich.

Netzwerke stärken die Wirkung vor Ort
Das DNTDs vereint Akteure aus Forschung, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft mit dem Ziel, diese „unsichtbaren Krankheiten“ stärker ins öffentliche und politische Bewusstsein zu rücken und ihre Bekämpfung voranzutreiben.

Für die DAHW ist die Mitarbeit in solchen Bündnissen zentral: Vernachlässigte Tropenkrankheiten sind nicht nur medizinische Herausforderungen – sie sind eng mit Armut und gesellschaftlicher Ausgrenzung verbunden. Um sie wirksam zu bekämpfen, braucht es Zusammenarbeit über Sektorgrenzen hinweg.

Der Neue Vorstand (von links nach rechts): Anil Fastenau, Harald Zimmer, Prof. Dr. Achim Hörauf und Dr. Dr. Carsten Köhler. Ludmilla Schlageter konnte leider nicht persönlich anwesend sein und war digital zugeschaltet. Foto: DNTDs

Die Erfahrungen aus der Projektarbeit – etwa im Kampf gegen Lepra und andere hautbezogene NTDs – fließen dabei direkt in die Netzwerkarbeit ein. Die DAHW engagiert sich seit Jahrzehnten weltweit in der Bekämpfung solcher Krankheiten und arbeitet eng mit Partnerorganisationen vor Ort zusammen, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Ziel ist es, politische Aufmerksamkeit zu erhöhen, Strategien besser zu verzahnen und konkrete Verbesserungen für betroffene Menschen zu erreichen.

DAHW im Vorstand vertreten
Mit der Wahl von Anil Fastenau ist die DAHW nun auch im Vorstand des DNTDs vertreten. Als Arzt und Epidemiologe bringt er umfassende Erfahrung aus der internationalen Gesundheitsarbeit und der Bekämpfung armutsassoziierter Krankheiten ein.

Gemeinsam mit den weiteren Vorstandsmitgliedern wird er die Arbeit des Netzwerks künftig mitgestalten – mit einem klaren Fokus darauf, die Situation der weltweit vernachlässigten Patientinnen und Patienten und von Lepra sowie anderen NTDs betroffenen Menschen stärker in den politischen Fokus zu rücken.

Gemeinsam können wir Ausgrenzung überwinden und Gesundheit für alle möglich machen.

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