Projekt im Bereich Lepra, NTD, Tuberkulose, Inklusion, Forschung
in Pakistan

Zero Leprosy: Eliminierung der Lepra, mit unserem Partner ALP in Nordpakistan

Bild: Von Lepra betroffene in einem Krankenhaus in Pakistan. Foto: Anil Fastenau
Steckbrief
Zero Leprosy: Eliminierung der Lepra, mit unserem Partner ALP in Nordpakistan
Karte von Pakistan
Projektland
Pakistan
Laufzeit
bis 30.06.2032
Volumen
3456178.00 €
Mandate
  • Lepra
SDGs*

Projekt-Ziel

Unser Ziel ist es, in den nördlichen Provinzen Punjab und Khyber Pakhtunkhwa (KPK) die von der WHO empfohlenen Strategien zur „Zero Leprosy“-Vision umzusetzen: keine neue Übertragung, keine Behinderungen, keine Diskriminierung. Durch gezielte Früherkennung, innovative Präventionsmaßnahmen und umfassende Behandlungsangebote wollen wir die letzten Lepra-Herde in Nordpakistan aufspüren und nachhaltig eliminieren.

Projekt-Beschreibung

Obwohl Lepra in Pakistan stark zurückgegangen ist, werden immer noch neue Fälle entdeckt – oft zu spät, wenn bereits bleibende Behinderungen entstanden sind. Besonders in abgelegenen Regionen, in denen dermatologische Fachkräfte fehlen, bleibt die Krankheit lange unentdeckt. Hier setzt das integrierte Zero-Leprosy-Projekt mit unserem Partner ALP, Aid to Leprosy Patients, an. Zentrum des Projekts ist das Rawalpindi Leprosy Hospital (RLH), das als nationales Referenzzentrum für Lepra fungiert. Es bietet moderne Diagnostik wie PCR-Tests, fachärztliche Behandlung, Physiotherapie und Rehabilitation.

Ein Schlüsselansatz ist die SDR-PEP-Prävention: Kontaktpersonen von Lepra-Patient:innen erhalten eine vorbeugende Einzeldosis Antibiotikum, um die Ansteckungskette zu durchbrechen. Flankiert wird dies durch aktive Fallfindung mittels Skin-Camps, gezieltem Kontakt-Screening und digital gestützter Fallkartierung. Gleichzeitig schulen wir Ärzte und Gesundheitspersonal, um das Wissen über Lepra und die Diagnose zu erhalten und zu vertiefen.

Das Projekt schließt eine Lücke, die das öffentliche Gesundheitssystem nicht überbrücken kann: Es gibt in Pakistan kein staatliches spezialisiertes Krankenhaus für Lepra und andere vernachlässigten, tropischen Hauterkrankungen. Ohne diese Arbeit würden viele Erkrankte unerkannt bleiben – mit dramatischen Folgen für ihr Leben und ihre Familien.

Gemeinsam können wir Ausgrenzung überwinden und Gesundheit für alle möglich machen.

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