Projekt im Bereich Forschung, Lepra
in Tansania

Behandlung chronischer Wunden

Bild: Von Lepra betroffene weichen ihre Füße ein, als Teil der klassischen Behandlung. Foto: RhanGunderlach
Steckbrief
Behandlung chronischer Wunden
Karte von Tansania
Projektland
Tansania
Laufzeit
bis 31.12.2026
Volumen
22648.00 €
Mandate
  • Forschung
  • Lepra
SDGs*

Projekt-Ziel

Das Projekt möchte chronische Wunden bei Menschen, die von Lepra betroffen sind, wirksam behandeln und so Behinderungen und Amputationen verhindern. Durch die Nutzung einer innovativen Methode mit körpereigenem Blut – der sogenannten Autologen Platelet-Rich Fibrin Matrix (PRFM) – sollen Heilungsprozesse beschleunigt und Betroffenen neue Lebensqualität und Hoffnung geschenkt werden.

Projekt-Beschreibung

Für viele Menschen, die von Lepra betroffen sind, gehören chronische Wunden an Händen und Füßen zum Alltag. Diese Geschwüre heilen oft nur sehr langsam oder gar nicht – trotz regelmäßiger Versorgung mit herkömmlichen Desinfektionsmitteln. Die Folgen sind schwerwiegend: Schmerzen, Behinderungen und im schlimmsten Fall Amputationen. Damit verlieren Betroffene nicht nur ihre Gesundheit, sondern häufig auch ihre Selbstständigkeit und die Möglichkeit, für ihre Familien zu sorgen.

Ein neuer Ansatz verspricht Hoffnung: Bei der Behandlung mit PRFM wird das eigene Blut der Patient:innen genutzt, um das chronische Geschwür mit körpereigenen Wachstumsfaktoren zu versorgen und die Heilung erheblich zu beschleunigen. Erste Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen beeindruckende Ergebnisse – Geschwüre schließen sich oft schon nach wenigen Wochen vollständig. Dieses Projekt prüft, ob diese innovative Methode auch in Tansania erfolgreich angewendet werden kann. In drei Gesundheitszentren werden Menschen mit Lepra-bedingten chronischen Wunden behandelt und die Ergebnisse wissenschaftlich ausgewertet. Ziel ist es, die Heilungsdauer drastisch zu verkürzen und die Gefahr von Behinderungen oder Amputationen deutlich zu senken.

Darüber hinaus soll das Projekt wichtige Erkenntnisse für die Zukunft liefern: Kann diese Methode nicht nur Lepra-Wunden, sondern auch andere chronische Geschwüre – etwa bei Diabetes – wirksam behandeln? Wenn ja, könnte sie einen Wendepunkt in der Versorgung darstellen und vielen tausend Menschen in Tansania neue Lebensqualität schenken. Durch die beschleunigte Heilung, die Reduktion von Behinderungen und möglicherweise geringere Behandlungskosten kann das Projekt nicht nur das Leben der Betroffenen verbessern, sondern auch das Gesundheitssystem entlasten und langfristig die nationale Wundversorgung positiv beeinflussen.

Bitte helfen Sie mit! Ihre Unterstützung ermöglicht innovative Behandlung, lindert Leid und schenkt Menschen neue Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben.

Gemeinsam können wir Ausgrenzung überwinden und Gesundheit für alle möglich machen.

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