Projekt im Bereich Lepra
in Äthiopien

Ernährung sichern und Perspektiven schaffen für von Lepra betroffene Familien

Steckbrief
Ernährung sichern und Perspektiven schaffen für von Lepra betroffene Familien
Projektland
Äthiopien
Laufzeit
bis 30.11.2027
Volumen
187503.00 €
Mandate
  • Lepra
SDGs*

Projekt-Ziel

Das Projekt stärkt die Ernährungssicherheit und die Lebensperspektiven von Menschen, die von Lepra betroffen sind, in drei Regionen Äthiopiens. Akute Not wird gelindert, langfristig werden Würde, Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe gestärkt.

Projekt-Beschreibung

In Äthiopien leben viele Menschen, die von Lepra betroffen sind, bis heute am Rand der Gesellschaft. Die Belastung durch Lepra-bedingte Behinderungen wird durch tief verwurzelte soziale Stigmatisierung, Diskriminierung und Ausgrenzung noch verstärkt. In den Siedlungen Kuyera, Kombolcha und Dessie prägen Armut, Ausgrenzung und fehlender Zugang zu staatlicher Unterstützung den Alltag vieler Familien. Erhebungen der Partnerorganisation vor Ort zeigen: Fast alle betroffenen Familien leben in extremer Armut – und viele wissen nicht, wie sie genug zu essen für den nächsten Tag organisieren sollen. Besonders hart trifft es ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen.

Genau deshalb helfen wir zweigleisig: sofort – und mit Blick nach vorn.

Zunächst stellen unsere Teams gemeinsam mit lokalen Partnern Nahrungsmittel bereit für Familien, die besonders gefährdet sind. So lindern wir akuten Hunger und verhindern, dass Menschen auf entwürdigende Überlebenswege angewiesen sind – etwa das Sammeln von Essensresten. Die Verteilungen erfolgen transparent und mit dem Ziel, Würde zu schützen und Stigma nicht zu verstärken.

Gleichzeitig unterstützen wir Familien, die arbeiten können – Menschen, die selbst von Lepra betroffen sind, oder Angehörige. Unsere Teams organisieren Trainings vor Ort, beraten individuell und helfen beim Start kleiner Einkommensmöglichkeiten. Wer nachweislich bereit ist und die Schulungen abgeschlossen hat, erhält eine gezielte Starthilfe – zum Beispiel in Form von Material, Werkzeug oder Anschubfinanzierung. So entstehen Perspektiven, die über die akute Hilfe hinausreichen.

Ein dritter Baustein ist besonders wichtig: Wir stärken die lokalen Zusammenschlüsse von Menschen, die von Lepra betroffen sind.

Denn häufig sind es nicht nur Armut und Krankheit, die das Leben schwer machen – sondern auch Ausgrenzung und Hürden in Behörden. Zusammen mit den lokalen Organisationen bauen wir Wissen auf: Welche Sozialleistungen gibt es? Wie laufen Anträge? Wie lässt sich Diskriminierung ansprechen? Unsere Teams begleiten die Menschen dabei ganz praktisch – vom Training bis zur Unterstützung beim Antrag. Ziel ist, dass deutlich mehr Betroffene Zugang zu bestehenden staatlichen Hilfen erhalten.

So verbindet das Projekt unmittelbare Nothilfe mit langfristiger Stärkung: weniger Hunger, mehr Einkommen – und eine lautere Stimme für Menschen, die viel zu lange übersehen wurden. Und es zeigt: Würde beginnt dort, wo Menschen wieder mitentscheiden können, wie ihr Leben weitergeht.

Mit Ihrer Spende helfen Sie Familien, die von Lepra betroffen sind, wieder Hoffnung zu schöpfen. Sie lindern akuten Hunger, eröffnen neue Einkommensmöglichkeiten und stärken Menschen darin, für ihre Rechte einzustehen. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort setzt sich die DAHW dafür ein, dass Gesundheit, Würde und Teilhabe für alle möglich werden.

Gemeinsam können wir Ausgrenzung überwinden und Gesundheit für alle möglich machen.

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