Menschen, die von Lepra oder lymphatischer Filariose betroffen sind, sollen psychisch gestärkt werden, wieder mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und weniger Ausgrenzung erfahren.
Eine Krankheit hinterlässt nicht nur Spuren am Körper. Für viele Menschen, die an Lepra oder lymphatischer Filariose erkrankt sind oder waren, wiegt das seelische Leid oft genauso schwer: Scham, Angst, Rückzug und Ausgrenzung gehören für sie zum Alltag. Viele verlieren den Mut, sprechen nicht über ihre Sorgen – und bleiben mit ihren Belastungen allein.
Das Projekt setzt genau hier an. Es untersucht einen neuen Ansatz der psychosozialen Unterstützung: Basic Psychological Support für Menschen mit vernachlässigten Tropenkrankheiten (BPS‑N) – begleitet von Menschen, die selbst betroffen sind. Denn wer Ähnliches erlebt hat, kann besonders gut zuhören, verstehen und ermutigen.
In ausgewählten Regionen in Indien werden Betroffene zu sogenannten Peer‑Unterstützer:innen ausgebildet. Sie besuchen andere Erkrankte in ihrem Umfeld, hören zu, geben Halt und helfen dabei, wieder Vertrauen in sich selbst und in andere zu fassen. Schritt für Schritt geht es darum, seelisches Wohlbefinden zu stärken, Stigma abzubauen und soziale Teilhabe zu ermöglichen – sei es in der Familie, im Dorf oder im Berufsleben.
Begleitend untersucht das Projekt wissenschaftlich, wie wirksam dieser Ansatz ist: Verbessert sich das psychische Wohlbefinden? Fühlen sich die Menschen weniger ausgegrenzt? Nehmen sie wieder aktiver am Leben teil? Die Ergebnisse sollen zeigen, ob und wie dieses niedrigschwellige, menschliche Unterstützungsangebot langfristig in bestehende Gesundheitsprogramme integriert werden kann – auch über das Projekt hinaus.
So verbindet das Projekt konkrete Hilfe für Betroffene mit einem größeren Ziel: psychische Gesundheit als festen Bestandteil der Lepra‑ und NTD‑Arbeit zu verankern. Denn Heilung bedeutet mehr als medizinische Behandlung – sie beginnt dort, wo Menschen wieder Hoffnung schöpfen.
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Arbeit der DAHW weltweit. Sie helfen dabei, Menschen nicht nur medizinisch zu versorgen, sondern ihnen auch seelische Stärke, Würde und neue Perspektiven zu geben.
Gemeinsam können wir Ausgrenzung überwinden und Gesundheit für alle möglich machen.
Abgeschlossen
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