
In den dicht besiedelten Slums von Mumbai und Howrah ist Tuberkulose allgegenwärtig. Enge Wohnverhältnisse, Mangelernährung und eingeschränkter Zugang zu medizinischer Versorgung begünstigen die Ausbreitung der Krankheit. Besonders betroffen sind Kinder und Frauen – viele von ihnen erkranken schwer oder werden viel zu spät diagnostiziert.
Tuberkulose bei Kindern bleibt häufig unerkannt, weil Symptome unspezifisch sind und geeignete Diagnosemöglichkeiten fehlen. Frauen leiden besonders oft an extrapulmonaler Tuberkulose – einer Form der Krankheit, die nicht die Lunge, sondern andere Organe wie Lymphknoten, Wirbelsäule oder Gehirn befällt. Diese Erkrankungen sind schwer zu erkennen, erfordern aufwendige Untersuchungen und oft auch Krankenhausaufenthalte oder Operationen. Für viele Betroffene ist das kaum erreichbar.

Gemeinsam mit unseren erfahrenen Partnerorganisationen vor Ort setzt die DAHW genau hier an. Das Projekt stärkt die Tuberkulose‑Versorgung dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird – nah bei den Menschen, mitten in den Stadtvierteln.
Ein Schwerpunkt liegt auf der frühen Erkennung der Krankheit. In Schulen, Familien und Wohnvierteln klären geschulte Teams über Tuberkulose auf, erkennen Symptome frühzeitig und begleiten Kinder und Erwachsene zur Diagnose. Auch Familienangehörige von Erkrankten werden gezielt untersucht, um Infektionen rechtzeitig zu entdecken und weitere Ansteckungen zu verhindern.
Für Frauen mit extrapulmonaler Tuberkulose und für erkrankte Kinder sorgt das Projekt für eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung. Dazu gehören spezialisierte Behandlungen, notwendige Krankenhausaufenthalte und – bei schweren Verläufen – auch operative Eingriffe. Gleichzeitig erhalten die Betroffenen psychosoziale Unterstützung und eine gezielte Ernährungsbegleitung, denn Mangelernährung verschlechtert den Krankheitsverlauf erheblich.
Tuberkulose ist jedoch nicht nur eine medizinische, sondern auch eine soziale Herausforderung. Viele Familien verlieren durch die Krankheit ihr Einkommen, Kinder können nicht mehr zur Schule gehen, Frauen werden ausgegrenzt oder stigmatisiert. Deshalb verbindet das Projekt medizinische Hilfe mit sozialer Unterstützung: Frauen und Mädchen aus betroffenen Familien erhalten die Möglichkeit zu beruflichen Qualifizierungen, um langfristig wieder auf eigenen Beinen zu stehen.

Ein weiterer zentraler Baustein ist die Stärkung lokaler Gesundheitsstrukturen. Gesundheitsfachkräfte, Freiwillige und ehemals Erkrankte werden geschult, um Tuberkulose besser zu erkennen, Betroffene zu begleiten und Vorurteile abzubauen. In den Stadtvierteln entstehen so Netzwerke, die Wissen weitergeben, Vertrauen schaffen und den Zugang zur Versorgung nachhaltig verbessern.
Das Projekt ergänzt die staatlichen Tuberkulose‑Programme in Indien und zeigt, wie eine menschennahe, geschlechter‑ und kindgerechte Versorgung in schwierigen urbanen Lebensbedingungen gelingen kann – mit dem Ziel, Leid zu verhindern und Zukunft zu ermöglichen.
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Arbeit der DAHW für Menschen, die besonders verletzlich sind. Sie helfen dabei, Tuberkulose früh zu erkennen, wirksam zu behandeln und Familien neue Hoffnung zu geben – dort, wo Hilfe oft unerreichbar scheint.
Gemeinsam können wir Ausgrenzung überwinden und Gesundheit für alle möglich machen.
Abgeschlossen
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