02.09.2025

Verheerendes Erdbeben erschüttert Afghanistan – DAHW prüft Nothilfe

Ruinen nach Katastrophe in trockener Landschaft, Hilfshelfer versorgen Betroffene in der Nähe zerstörter Gebäude, Unterstützung für Menschen in Not, humanitäre Hilfe in Katastrophengebieten, Deutsche Lepra- & Tuberkulosehilfe e.V.
Im Oktober 2023 wurde der Westen von Afghanistan von schweren Erdbeben erschüttert, Dörfer wie Chahak village im Injil district in Herat, Afghanistan wurden komplett zerstört. Foto: DAHW
Würzburg, 2. September 2025 – Mit großer Sorge blickt die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe auf die dramatische Situation in den afghanischen Provinzen Nangarhar und Kunar.

Ein schweres Erdbeben hat die Region im Osten von Afghanistan erschüttert, gefolgt von zahlreichen teils starken Nachbeben. Die Zahl der Todesopfer und Verletzten steigt weiter an. Viele Menschen haben ihr Zuhause verloren und stehen vor dem Nichts.

Stefan Recker

Die DAHW, die seit vielen Jahren gemeinsam mit Partnerorganisationen in Afghanistan aktiv ist und auch in früheren Krisen an der Seite der Menschen stand, arbeitet derzeit mit Hochdruck daran zu eruieren, wo die Hilfe am dringendsten benötigt wird.

In einem ersten Schritt sollen betroffene Menschen mit Mahlzeiten, Trinkwasser und Notunterkünften versorgt werden. In einem zweiten Schritt wird es voraussichtlich um medizinische Hilfe, psychosoziale Unterstützung und den Wiederaufbau gehen – insbesondere für die vulnerabelsten Bevölkerungsgruppen.

Stefan Recker, DAHW Country Representative für Afghanistan, berichtet:

„Ich habe das Beben selbst gespürt – obwohl ich mehr als 150 Kilometer entfernt in Kabul arbeite. Unsere Partner sind bereits in das betroffene Gebiet gefahren. Sie untersuchen, was möglich ist und was notwendig wird. Doch zerstörte oder blockierte Straßen erschweren die Lage erheblich. Die größte Not herrscht derzeit bei Nahrungsmitteln – Fertigessen wird dringend gebraucht. Auch Trinkwasser und Unterkünfte wie Decken und Zelte sind essenziell.“
Foto von 2023. Ein Erdbeben im Herat District im Westen von Afghanistan zerstörte auch damals ganze Dörfer. Foto: DAHW

Als Vollmitglied im Bündnis Entwicklung Hilft (BEH) setzt die DAHW auf die Stärke gemeinsamer Hilfe. Unsere Partner verteilen bereits erste Hilfsgüter vor Ort. Die Lage ist besonders prekär, da viele Menschen ohnehin unter schwierigen Bedingungen leben – in Armut, mit eingeschränktem Zugang zu Gesundheitsversorgung und in instabilen Unterkünften.

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Gemeinsam können wir Ausgrenzung überwinden und Gesundheit für alle möglich machen.

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