Mit Blick auf den heute erschienenen WeltRisikoBericht des Bündnis Entwicklung Hilft (BEH) macht die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe deutlich, dass für Humanitäre Hilfe ausreichend Ressourcen bereitgestellt werden müssen.
Im Fokus des WeltRisikoBerichts: Überschwemmungen – sie zählen zu den häufigsten und verheerendsten Naturereignissen weltweit. Doch der Bericht zeigt auch: Flutrisiken lassen sich durch gezielte Prävention, soziale Gerechtigkeit und politische Entschlossenheit deutlich senken. Die DAHW begrüßt die klare Botschaft des Berichts und verweist auf eigene Erfahrungen aus der Projektarbeit in Afrika und Asien. Unter den zehn Ländern mit dem höchsten Überschwemmungsrisiko steht das DAHW-Projektland Pakistan auf Platz drei, dicht gefolgt von Indien. In beiden Ländern sind Flutereignisse längst Teil des Alltags – mit gravierenden Folgen für die medizinische Versorgung, insbesondere für Menschen mit Erkrankungen oder Behinderungen.

Nach der verheerenden Flutkatastrophe 2022 startete die Hilfsorganisation mit ihrer Partnerorganisation WESS ein Wiederaufbauprojekt im pakistanischen Distrikt Pishin, um die besonders schwer betroffenen Menschen in ihrem Lebensunterhalt zu unterstützen und ihnen die Rückkehr in ein normales Leben zu ermöglichen. Ein wichtiges Ziel dabei war die Sicherstellung einer nachhaltigen und langfristigen Wirkung. Imran Khan, Referent für Humanitäre Hilfe bei der DAHW, zeigt sich nach seinem Besuch in diesem Jahr zufrieden: „Ich bin sehr glücklich, dass die Gemeinden sich so engagieren. Im Rahmen des Projekts entstanden neue Dorfgemeinschaftskomitees, unter deren Teilnehmenden besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderungen sind. Wenn wir uns hier zurückziehen, bin ich sehr zuversichtlich, dass die Menschen in den Gemeinden diese Arbeit selbst weiterführen werden.“
Doch auch in Deutschland ist das Thema hochaktuell: Die Flutereignisse der letzten Jahre – auch in Bayern – zeigen, wie wichtig lokal angepasste, präventive und inklusive Vorsorge ist. „Der WeltRisikoBericht 2025 ist ein Weckruf“, sagt Joachim Beringer, Vorstand der DAHW. „Er zeigt, dass Investitionen in Entwicklungszusammenarbeit, Prävention, soziale Sicherung und lokale Strukturen nicht nur Leben retten, sondern auch langfristig Kosten sparen. Als Mitglied im BEH fordern wir: Humanitäre Hilfe muss ausreichend ausgestattet sein und präventiv arbeiten – gerade, weil die Klimakrise oft die Verletzlichsten am härtesten trifft.“
Die DAHW setzt in ihrer humanitären Arbeit auf Ansätze, die sich laut Bericht als besonders wirksam erwiesen haben: Seien es die gemeindebasierten und dezentralen Strukturen, wie etwa in Uganda und Äthiopien, wo die DAHW auf lokale Gesundheitshelfer:innen setzt und Selbstvertretungsorganisationen fördert. Auch die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, um vorhandene Strukturen weiter zu stärken und betroffene Gruppen konsequent mit einzubeziehen, die Implementierung nachhaltig-ökologischer Lösungen sowie Kartierung und digitale Innovation unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz werden laut WeltRisikoBericht ebenfalls als besonders zukunftsträchtig bewertet.
Gemeinsam können wir Ausgrenzung überwinden und Gesundheit für alle möglich machen.
