Am 25. November ist Welttag gegen Gewalt an Frauen. Ein Anlass, der weltweit auf ein drängendes Problem aufmerksam macht. In einem DAHW-Projekt in Indien gaben über 60 % der teilnehmenden Frauen an, mindestens einmal häusliche Gewalt erlebt zu haben. Für Frauen, die von Lepra oder Behinderungen betroffen sind, ist das Risiko besonders hoch. Die DAHW setzt sich in ihren Projekten aktiv für den Schutz und die nachhaltige Förderung von Frauen und Mädchen ein.
Würzburg/Pati (Indien) – Gewalt gegen Frauen ist weltweit ein drängendes Problem. In Indien trifft sie besonders diejenigen, die oft in ländlichen Regionen und ohnehin mit eingeschränktem Zugang zu medizinischer Versorgung und Teilhabe leben: Frauen, die von Lepra oder Behinderungen betroffen, einem erhöhten Risiko für häusliche Gewalt ausgesetzt sind und diese bereits erlebt haben.
Die Ursachen sind vielfältig: patriarchale Strukturen, Stigma und fehlende wirtschaftliche Unabhängigkeit. Oft verweigern Familien den Zugang zu medizinischer Hilfe – aus Angst vor Ausgrenzung.
Doch es gibt Hoffnung: Mehr Unabhängigkeit durch eigenes Einkommen.
In inklusiven Werkstätten lernen Frauen Schneidern oder Makramee-Kunst und verdienen eigenes Geld. „Die Frauen fühlen sich selbstbewusster, wenn sie zum Haushaltseinkommen beitragen können. Sie haben zuhause mehr Stimmrecht und mehr Handlungsfähigkeit“, berichtet Carolin Gunesch, DAHW-Projektkoordinatorin.
Neben Berufsausbildung sind Frauenschutzkomitees und Selbsthilfegruppen entscheidend. Sie schaffen sichere Räume für Austausch und Unterstützung. Eine Schlüsselfigur ist Schwester Julia, die seit über 30 Jahren in entlegenen Dörfern arbeitet: „Dieses Projekt ist eine Perle für dieses Land und diese Frauen“, sagt sie. Ihre Präsenz gibt Mut – und verändert Leben.
Warum das wichtig ist: Gewalt macht krank und verhindert Teilhabe. Studien zeigen: 27,4 % aller Frauen weltweit erleben mindestens einmal in ihrem Leben geschlechtsspezifische Gewalt. 77 % der Betroffenen leiden unter erheblichem psychischem Stress – mit gravierenden Folgen für Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe.
Die DAHW setzt sich dafür ein, dass Frauen selbstbestimmt leben, handeln und ihre Zukunft aktiv und eigenständig gestalten können.
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Gemeinsam können wir Ausgrenzung überwinden und Gesundheit für alle möglich machen.